Lehr- und Forschungsprofil des Seminars für Nahoststudien an der Universität Basel

Die Basler Islamwissenschaft konzentriert sich vor allem auf die Erforschung der osmanischen und "postosmanischen" Welten, also im weiteren Sinne auf den östlichen Mittelmeerraum in der Neuzeit und Gegenwart. Ein Beispiel für die Forschungsagenda des Seminars für Nahoststudien ist das Thema "Islam in Südosteuropa": Durch die Perspektive eines Beitritts südosteuropäischer Länder mit muslimischen Bevölkerungen zur Europäischen Union wird in Zukunft der Islam in Südosteuropa mehr Aufmerksamkeit erlangen. Ohnehin stammt ein grosser Teil der in der Schweiz lebenden Musliminnen und Muslime aus südosteuropäischen Ländern. Das Seminar für Nahoststudien ist in zahlreiche Arbeitskontexte der Universität Basel, wie den "Kulturellen Topographien" eingebunden. Es arbeitet eng zusammen mit der Osteuropäischen Geschichte, Religionswissenschaft und Politikwissenschaft sowie der Theologischen Fakultät.



Es ist diese Einheit in Vielfalt, die einerseits die disziplinäre Aussendarstellung erschwert, andererseits aber zugleich die besondere Attraktivität der Islamwissenschaft ausmacht, weil sie von einem imaginären Zusammenhang ausgeht, der in vielen Köpfen zu finden ist.

Dr. des. Alp Yenen